vaterSEIN
„Na, wie ist das so in der Rolle als Vater?“, wirst Du vielleicht im Familienkreis, von Kollegen oder Nachbarn gefragt. Tja, was antwortest Du da? Sprichst Du von den schlaflosen Nächten, dem Abgeschobenwerden auf das Sofa? Von den Flashbacks aufgrund des Geburtserlebnisses, dem Gefühl der Ohnmacht und des Versagens?
Möchtest du nur noch auf dem Sofa schlafen, um überhaupt noch Ruhe zu finden? Oder aber hast Du mit Deiner Frau vereinbart, dass Du Dich in der Nacht um das Baby kümmerst, damit Deine Frau für den Tag Kräfte sammeln kann? Die Welt steht auf dem Kopf, oder? Und trotzdem musst Du im Job abliefern, stimmt’s?
Vielleicht bist Du auch ein wenig eifersüchtig auf das Baby? Besonders Väter, die sich nicht im Raum, wo die Geburt stattfand, aufhalten durften, ereilt oft das Gefühl der Eifersucht. Wenn man den Mann als „einen gefährlichen Mikrobenträger behandelt, der das Leben seiner Frau und seines Babys bedroht, ist es nicht überraschend, dass er auf das Baby eifersüchtig ist und sich überflüssig vorkommt“ (Kitzinger, S., Natürliche Geburt, 1983, S. 346). Das medizinische Personal damals, in den 1980er-Jahren, hat den Mann eher als „Störfaktor“ angesehen und behandelt; vielleicht auch, weil er die Abläufe einer Geburt weniger kannte?
Fühlst du Dich nach der intensiven gemeinsamen Zeit mit Deiner Frau, in der Ihr die Schwangerschaft genossen habt, nun isoliert? Fühlst Du Dich nun allein, weil Du Deine Frau als Gefährtin vermisst? Kommen bei Dir Kindheitserfahrungen des Alleinseins, des Alleingelassenwerdens hoch? Fühlst du Unruhe und Anspannung? Vielleicht erinnern sich Dein Körper und Deine Seele an das Gefühl, als Du Dich als Kind schon allein fühltest, weil ein Geschwisterchen geboren wurde? Hast Du da vielleicht etwas nicht überwunden? Oder wird etwas bisher immer Unterdrücktes durch die Geburt Deines Kindes verstärkt? Fühlst Du Angst als ständigen Begleiter und erlebst dadurch Einschränkungen im Alltag? Schau genau hin, was das Leben Dir vor die Füße wirft.
Ich wünsche Dir, dass Deine Frau Dir weiterhin die Bestätigung gibt, dass Du von ihr immer noch geliebt und gebraucht wirst und dass Du ein einzigartiger, wunderbarer Ehemann und Vater bist.
Ich wünsche Euch eine friedvolle und harmonische Elternschaft, die Euch beide bereichert. Deine Frau als Frau und Dich in der Rolle als Mann.
Du kennst ja das Zitat: „Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf.“ Ja, Elternschaft ist eine gesellschaftliche Aufgabe. Ich wünsche Euch, dass Ihr Euch Euer Dorf aufbauen könnt. Möchtest Du Dich austauschen über die Work-Life-Balance, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie?
Partnerschaftsprobleme – Beratung für Väter
Nun bist Du schon einige Monate oder vielleicht auch Jahre Vater. Du kannst nicht mehr, Du siehst und hast keine Chance mehr, Dich weiterzuentwickeln? Ihr tretet als Paar auf der Stelle und tut Euch und vor allem den Kindern – als Paar ‒ nicht mehr gut?
Schwelende oder offene Konflikte nehmen kein Ende?
Was sind Konflikte eigentlich? Konflikte, im Sinne einer aktiven Auseinandersetzung, sind teilweise unausweichlich und unumgänglich. Konflikte prägen durchaus das menschliche Miteinander.
„Nimm jede Situation als Angebot für Deine Entscheidungen. Nimm und gib, wie Du es verantwortlich für Dich selbst und andere willst“ (Cohn, R. C.: https://www.rci.at/tzi/was-ist-tzi/postulate/). Der Aussage von Ruth Cohn nach können wir belastende Konflikte (zur eigenen Persönlichkeitsentwicklung) annehmen – oder wir können es auch lassen. Also, Mann, wofür entscheidest Du Dich: wegrennen oder sich den Themen stellen?
Du entscheidest, wie Du mit Konflikten umgehst. Je nachdem, wie Du Dir Dein Leben gestaltest. Warum entstehen überhaupt Konflikte? Menschen agieren aus ihrem eigenen Rollenverständnis heraus und empfinden subjektiv ihre eigenen Anliegen häufig als vordringlich.
Konflikte sollten kein Tabu sein
Verdrängung von Konflikten, weil sie angeblich als Unvermögen oder Schwäche ausgelegt werden könnten, bieten den Nährboden für weitere, sich darauf aufbauende Konflikte. Never ending story also. Konflikte prozessorientiert anzugehen, ist sinnvoller, als an ihnen womöglich zu erkranken.
Frage Dich: Was macht der Konflikt mit mir? Welche Bereiche haben noch (darüber hinaus) mit dem Konflikt (oder der Konfliktentstehung) zu tun? Wie bin ich früher mit Konflikten umgegangen? Wie im Moment? Wie wappne ich mich, wenn ein Konflikt aufzieht?
Nimmst Du Konflikte als notwendigen Bestandteil des Zusammenlebens wahr? Belastet Dich ein Konflikt? Womöglich so stark, dass du körperliche Symptome (Kopf-/Rückenschmerzen, Schwindel, Appetislosigkeit, Herzrasen) hast? Zwischen Euch stehen Themen oder Ereignisse im Raum, über die Ihr Euch gern mit einer neutralen dritten Person austauschen wollt?
Paarmediation
Konfliktbegleitung kann durch Mediation erfolgen, indem selbstverantwortlich Regelungen erarbeitet werden, die im Zusammenhang mit einer Trennung erforderlich sind.
Du leidest unter chronischem Kummer, was Deine Beziehung angeht? Dann wäre eine Mediation sinnvoll; aber sie macht nur Sinn, wenn Ihr beide gemeinsame Lösungen anstrebt.
Eine Mediation hat zum Ziel schwierige Themen ansprechen zu können, um diese in Ruhe zu klären.
Sichtweisen sollen zukunftsorientiert ausgetauscht werden, denn Du und Deine Partnerin, Ihr seid Konflikt-Experte/Konflikt-Expertin Eurer eigenen Sache. Die Verantwortung der Konfliktklärung und insbesondere ihrer selbst entwickelten Lösung liegt bei Euch gemeinsam.
Mediation bedeutet, dass Euch eine unparteiische Person, die Mediatorin/der Mediator, dabei behilflich ist, konstruktiv und konkret Lösungsstrategien zu entwickeln. Es wird lediglich zwischen Euch vermittelt, um eine neue Grundlage für ein zukünftiges Miteinander zu schaffen.
Ich möchte Euch Mut machen und in Euch die Zuversicht wecken, das Verfahren der Mediation, kennenzulernen, welches auch online möglich ist.
Auf der Basis Eurer persönlichen Bedürfnisse und Eurer individuellen Gerechtigkeitsvorstellungen könnt Ihr selbst diese GUTE LÖSUNG FÜR ALLE herbeiführen.
Man kann nicht nicht kommunizieren, so Paul Watzlawick. Kommunikation hat immer mit einem Gegenüber zu tun bzw. mit der Person, mit der wir in Beziehung stehen (ob wir wollen oder nicht).
Lernt, eine positive Kommunikation mit dem Konfliktpartner/der Konfliktpartnerin unter Begleitung der neutralen Mediatoren zuzulassen.
Ihr werdet sachlich und ruhig argumentieren, denn Ihr seid beide an tragfähigen Lösungen interessiert, die später von allen Beteiligen, aufgrund von verbindlichen Absprachen, eingehalten werden. Ihr trainiert somit auch das Akzeptieren von Widersprüchen.
Mit Mediation wird eine Konfliktlösung ohne Niederlage, aber mit konkreten Absprachen angestrebt und realisiert, weil Ihr selbst die Lösung erarbeitet. Nach jeder Mediationssitzung erhaltet Ihr eine Fotodokumentation. Eine von der Mediatorin erstellte abschließende Mediationsvereinbarung stellt das Ziel dar.
Abgrenzung: Recht – Mediation – Therapie
Wer Zeit und Geld hat und sich einer späteren Rechtsentscheidung unterwerfen möchte, strebt eine juristische Auseinandersetzung (Klage, Beweis etc. im Rahmen des Prozessrechts) an.
Wer zur Konfliktbearbeitung dagegen zukunftsorientierte und nachhaltige Lösungen bevorzugt, sie zumindest einmal ausprobieren möchte, nutzt das Verfahren der Mediation.
Im Erstgespräch wird geklärt, ob die jeweilige Eigenverantwortung (Autonomie) ausgeprägt genug ist, um überhaupt eine Mediation beginnen zu können. Ein nicht ausgleichbares Machtgefälle zwischen Konfliktparteien würde für eine Mediation problematisch sein. Beide Parteien sollten psychisch/physisch stabil sein.
Mediationsverfahren ersetzen keine Rechtsberatung, welche Rechtsanwälten/Rechtsanwältinnen vorbehalten ist. Mediation hilft jedoch auf prozessualer Ebene den Beteiligten, zu einer Einigung zu kommen.
Denkt Ihr bereits an eine juristische Auseinandersetzung? Ihr selbst könnt im Rahmen der Mediation Lösungen entwickeln, an die ein Richter / eine Richterin bei einem gerichtlichen Verfahren womöglich nie gedacht hätte.
Meine Rolle für Eure Konfliktbearbeitung, für Verhandlungs- und Entscheidungsprozesse ist:
- Euch einen sicheren, vertraulichen Raum zu schaffen,
- Euch eine neutrale, empathische Gesprächsleitung während des Prozesses der Mediation zu sein,
- Euch kreativ Unterstützung bei der Suche nach Einigungen für gemeinsame Probleme zu bieten,
Ziel ist, dass Ihr Euch mit der Lösung, die Ihr selbst für Euch gefunden habt, besser fühlt, als wenn Ihr die Mediation nicht durchgeführt hättet.
Näheres zu Ablauf und Kosten siehe hier


